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Im elektronischen Handel stellen elektronische Kataloge den wichtigsten und oft nur den einzigen Kommunikationskanal zwischen dem Hersteller und dem Käufer dar. Zu den wesentlichen Aufgaben eines elektronischen Katalogs gehört daher, die Inhalte so zur Verfügung zu stellen, dass der Nutzer sie effektiv durchsuchen, sofort verstehen und problemlos für Bestellungen verwenden kann.
Nur aktuelle, komplette und konsistente Kataloge erlauben es dem Nutzer, die gewünschten Produkte oder Dienstleistungen schnell und korrekt zu finden. Erst dann wird er bereit sein zu kaufen.
Elektronische Kataloge sind zunächst einmal nichts weiter als elektronische Dateien, in denen Produkt- und Dienstleistungsbeschreibungen an Kunden, Interessenten und Käuferunternehmen vermittelt werden. In einen elektronischen Katalog können ein paar wenige Produkte bis hin zu mehreren Millionen aufgenommen werden. Neben den angebotenen Produkten und Dienstleistungen enthalten elektronische Kataloge in der Regel auch Informationen zu den jeweiligen Preisen. Sie bieten darüber hinaus die Möglichkeit, eine sehr differenzierte Preisstruktur ablegen zu können. Käuferabhängige Preise können ebenso hinterlegt werden wie vertraglich ausgehandelte Abnahmemengen oder Rabatte.
Neben verschiedenen Preisen können im elektronischen Katalog oft noch zusätzliche Dateien (oder genauer: Referenzen zu zusätzlichen Dateien) abgelegt werden, in denen sich weiterführende Informationen zu den Produkten und Dienstleistungen befinden. Solche Dateien können digitalisierte Videos sein, in denen beispielsweise Montageanweisungen für Wasserhähne gezeigt werden. Technische Spezifikationen in Form von PDF-Dateien, wie beispielsweise die technischen Daten eines Waschmaschinenmotors, können ebenso in elektronische Kataloge aufgenommen werden wie CAD-Details von Dachkonstruktionen.
Die Qualität und Quantität der Informationen, die in elektronischen Katalogen abgelegt werden sollen, hängen stark davon ab, bei welchen E-Commerce-Anwendungen im elektronischen Handel der Katalog eingesetzt werden soll. Bei endverbraucherorientierten E-Commerce-Anwendungen, wie zum Beispiel bei Webshops, sind die Produktinformationen wesentlich werblicher und umfangreicher ausgelegt als bei E-Commerce-Anwendungen im Beschafffungsbreich. Daher ist es für ein Unternehmen wichtig zu entscheiden, welche Möglichkeiten des elektronischen Handels es mittel- und langfristig nutzen will, damit der elektronische Katalog entsprechend den Anforderungen aufgebaut werden kann.
Diesen Beitrag stellte zur Verfügung: 
Der Beitrag wurde entnommen aus dem Buch von Johannes Hentrich "B2B-Katalogmanagement", welches im Verlag Galileo Business erschienen ist.
Johannes Hentrich: "B2B-Katalogmanagement" (Bonn: Galileo Press GmbH, 2001), 1. Auflage, S. 26/27.
Sie können diesen Titel hier bestellen.
Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung des Verlags.
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