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ist die Abkürzung für Computer Graphics Metafile.
Im Rahmen der CALS-Initiative (Continuous Acquisition & Life-Cycle Support) wurde CGM als Standardformat für geräteunabhängige 2D-Dateien definiert. Die CGM-Datei soll dazu dienen, alle Illustrationen so zu speichern, daß sie von konformen Programmen gelesen und eindeutig interpretiert werden können.
CGM wird als Standardformat in vielen Industriebereichen verwendet. Hierzu zählen die Bereiche Luftfahrt (ATA, AECMA), Automobil (J2008), Verteidigung (CALS), Telekommunikation, Petrochemie und andere. Ein zunehmend wichtiger Einsatzbereich für CGM-Dateien ist das Web-Umfeld (Internet und Intranets). Hier werden intelligente Grafiken im WebCGM-Format verwendet, um interaktive Kataloge und Handbücher zu erstellen.
CGM ist in der ISO 8632 als Norm definiert. In der ersten Fassung von 1987 wurde die Version 1 von CGM beschrieben, die aber noch wesentliche Kritikpunkte aufwies. Besonders schmerzlich war der geringe Umfang an grafischen Primitiven, eine Definition für beliebige Bézier- oder Spline-Kurven fehlte vollständig. Das bedeutet, daß alle Kurven als Polylinien geschrieben werden müssen, die große Nachteile in der weiteren Verarbeitung haben.
Führt man sich vor Augen, daß fast alle PostScript-orientierten Programme auf verschiedenen Plattformen die Bézierkurve als Hauptelement benutzen (PostScript kennt nur den Bézierpfad!), werden die Schwierigkeiten der Kommunikation noch deutlicher. Darüber hinaus gab es keine direkte Verbindung zu PostScript.
Nach einer kleinen Erweiterung um Segmente und andere Details in 1990 (Version 2) wurde 1992 eine erweiterte Fassung der ISO-Norm veröffentlicht, die nunmehr die Version 3 von CGM enthält. Diese Version ist wesentlich besser geeignet, um qualitativ hochwertige Illustrationen zu speichern.
Die CGM-Version 3 wurde 1995 um "Application structures" erweitert und damit CGM-Version 4 geschaffen. Das bedeutet, dass nun auch nicht-grafische Informationen mit in der CGM-Datei gespeichert werden können. Diese Kombination erlaubt eine Fülle von Möglichkeiten im Hinblick auf interaktive Grafiken, Hot Spots, Hyperlinking, etc.
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