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VRML (Virtual Reality Modeling Language) ist eine Sprache zur Beschreibung interaktiver dreidimensionaler Szenen. Als plattformunabhängiger Standard eignet sie sich besonders für die Darstellung im Internet.
Die Beschreibung einer Szene beinhaltet die Geometrien ihrer einzelnen Objekte, die Beleuchtungsinformationen, eventuelle Animationen und Interaktionsmöglichkeiten.
Zur Betrachtung im Browser wird ein Viewer benötigt, der als Plugin realisiert ist. Innerhalb dieses Viewers können die Objekte vom Benutzer frei bewegt und gedreht werden. Weil die Szene auf dem Computer des Betrachters in Echtzeit generiert wird, ist diese Interaktion möglich.
Hier liegen auch die Einschränkungen dieser Beschreibung: rechenintensive Verfahren, wie die Verwendung von aufwendigen Texturen oder Raytracing sind nicht möglich.
Die Sprache selbst ist objektorientiert angelegt, wenn auch hier von Knoten statt Objekten gesprochen wird. Als Editor genügt ein einfacher Texteditor. Der Code wird nicht compiliert, sondern interpretiert und das Ergebnis im Browser dargestellt. Eine Datei, die VRML-Code enthält, erkennt man an der Dateiendung "*.wrl". Dieses Kürzel steht für "Welt" (engl.: World).
Ein Beispiel:
#VRML V1.0 ascii DEF red_globe_scene Separator { Material { diffuseColor 1 0 0 } DEF my_globe Separator { Sphere { radius 2.5 } } }
Es wird eine Kugel mit dem Radius 2.5 beschrieben. Mit Material können die Textureigenschaften, in diesem Fall, die Farbe Rot angeben werden. Für die Technische Illustration ist nur die Körperstruktur von Bedeutung, daher werden z.B. in IsoDraw CADprocess nur VRML-Elemente, die zu Flächen oder Linien konvertiert werden können, eingelesen.
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