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Perspektivmodelle in der Technischen Illustration

In der Technischen Illustration werden verschiedene Perspektivmodelle eingesetzt. Jedes dieser Modelle bietet spezifische Vorteile. In diesem Artikel werden die Hintergründe zu den Modellen beschrieben, damit Sie diese optimal einsetzen können.

Je nachdem, was Sie darstellen wollen, bietet die Technische Illustration Ihnen verschiedene Perspektiven. Diese unterscheiden sich grundsätzlich durch den Punkt, aus dem Sie den gezeichneten Körper betrachten. Stellen Sie sich dazu verschiedene Körper und deren Darstellungsweise vor: Bei einer Bedieneinheit ist es sinnvoll, sie so darzustellen, dass mehr von der Frontblende zu sehen ist. Ein anderes Objekt stellen Sie vielleicht so dar, dass der Betrachter der Illustration viele Details der Oberseite sieht.

In der Praxis werden vor allem zwei Perspektivmodelle häufig eingesetzt: Die Isometrie und die Dimetrie.

Isometrie

Daten:

Die Winkel # und # sind gleich und betragen jeweils 30° zur Horizontalen. Der Winkel zwischen den Achsen X, Y, Z beträgt 120°. Der Verkürzungsfaktor beträgt auf allen Achsen (X, Y, Z) 0,816. Die Isometrie wird eingesetzt, um allen 3 Ansichten die gleiche visuelle Bedeutung zu geben.

Die Isometrie bietet verschiedene Vorteile und ist dadurch die wohl meist verwendete Perspektive in der Technischen Illustration. Einer der Vorteile ist die weitere Verwendung einer bereits erstellten Ansicht in den zwei weiteren Ansichten. Die folgende Abbildung verdeutlicht dies:

Sie erkennen, dass die Schraube in allen drei Ansichten gleich aufgebaut ist (Iso = gleich). Sie ist einmal gezeichnet worden und findet dann als Duplikat um 120° gedreht in den zwei weiteren Ansichten des Würfels Verwendung.

 

Dimetrie

Daten:

Der Winkel # beträgt 7°, der Winkel # beträgt 42° zur Horizontalen (genau: # = 7°10', # = 41°25'). Der Winkel zwischen den Achsen X, Y, Z ist jeweils unterschiedlich. Der Verkürzungsfaktor wird nur auf der X-Achse berücksichtigt und beträgt dort 0,5. Die Dimetrie wird eingesetzt, um eine Ansicht des dargestellten Gegenstandes besonders hervorzuheben.

Da die drei Achsen im Gegensatz zur Isometrie unterschiedlich sind, entfällt hier der bequeme Weg, ein Element durch eine Rotation in einer anderen Ansicht weiter zu nutzen. Somit muss jedes Element in einer anderen Ansicht neu gezeichnet werden. Am Beispiel des Würfels mit den Schrauben sieht dies so aus:

Sie erkennen deutlich, dass die drei Schrauben sich unterscheiden. Wie Sie aber auch sehen, ist eine Ansicht besonders gut zu erkennen.

Die Grundlagen zu diesem Artikel sind in Auszügen dem DIN-Taschenbuch 256, Zeichnungswesen 4, DIN ISO 4069 bis DIN ISO 14145-2 entnommen und basieren auf der DIN ISO 5456-3 : 1996.
Das Taschenbuch ist beim Beuth Verlag erhältlich und kann dort bestellt werden.

Wir bedanken uns an dieser Stelle für die freundliche Unterstützung des Verlags.



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Last change: 30.07.2007 12:17:03