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Die Schweizer Metrohm AG nutzt vorhandene 3D-CAD-Daten erfolgreich für die Technische Dokumentation - und verwirklicht dadurch ein erhebliches Einsparungspotential.
Die Metrohm AG ist ein weltweit führender Anbieter zur instrumentellen Ionen-Analytik. Für die Analysetechniken Titration, Ionenchromatographie, Voltammetrie und pH-/Ionen-Messungen werden in Herisau (Schweiz) Geräte entwickelt und produziert.
Hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit der Analysengeräte der Metrohm AG beinhalten auch hohe Ansprüche an die produktbegleitende Dokumentation. In der Abteilung Teachware werden bei der Metrohm AG Gebrauchsanweisungen erstellt, welche den oder die Anwender/in bei der korrekten Handhabung der Geräte unterstützt. Ein wesentlicher Bestandteil sind dabei technische Illustrationen.
Bis vor zwei Jahren wurden solche Zeichnungen in der Regel von Hand mittels üblicher 2D-Grafiksoftware neu erstellt. Vorhandene 2D- oder 3D-Konstruktionsdaten konnten dafür nur sehr eingeschränkt verwendet werden. Der Wunsch nach einer einfacheren und vor allem schnelleren Methode zur Übernahme von 3D-Konstruktionsdaten und entsprechender Konvertierung zu perspektivischen 2D-Illustrationen führte schließlich zur Anschaffung der Software IsoDraw und IsoDraw CADprocess von ITEDO. Besonders der Einsatz von CADprocess sollte das aufwendige Neuzeichnen von komplexen Geräte-Ansichten ersparen. Es war schließlich nur schwer einzusehen, warum die dazu schon vorhandenen Daten der vollständig in 3D gezeichneten Geräte und des Zubehörs nicht für die Dokumentation genutzt werden sollten.
"So hatten wir mit CADprocess die Möglichkeit der direkten Übernahme von 3D-Konstruktionsdaten über das IGES-Datenformat. Dies bedeutete für uns eine erhebliche Zeitersparnis. Zudem konnten wir nun auch sehr detailreiche Illustrationen erstellen, die für uns zuvor aufgrund des hohen Aufwands nicht zu verwirklichen waren", berichtet Dr. Ulrich Pinkernell von der Metrohm AG.
Ein typisches Beispiel ist die Beschreibung des Titrando, der aktuellen Neuentwicklung eines automatischen Titriersystems. Es wurde kürzlich auf verschiedenen internationalen Messen erfolgreich vorgestellt (z.B. Pittcon 2002 in New Orleans, USA, und Analytica 2002 in München). Eine Version dieses Gerätes besteht aus einer Steuer- und Messeinheit, auf die die sogenannte Wechseleinheit aufgesetzt wird. Letztere enthält neben der Reagenzflasche und verschiedenen Schlauchverbindungen einen Dosierkolben spezifischer Größe. Das Neuzeichnen eines solchen Gerätes wäre sehr aufwendig, insbesondere aufgrund der Vielzahl von Kleinteilen, welche je nach Ansicht zur Illustration benötigt werden.
Da die 3D-Konstruktionsdaten aller verwendeten Teile im SOLID DESIGNER vorliegen, können sie nun im IGES-Datenformat exportiert werden. Diese IGES-Daten werden mittels IsoDraw 5 CADprocess direkt zur 2D-Illustration konvertiert. Eine geringe Nachbearbeitung der Zeichnungsdaten bzw. Optimierung der Konvertierungsparameter ist gelegentlich notwendig. So benötigen z.B. gekrümmte Flächen oder abgerundete Kanten teilweise kleine Korrekturen. Dies sind jedoch auch genau die Stellen, welche beim manuellen Neuzeichnen die größten Schwierigkeiten bereiten würden.
Eine solche Illustration kann schnell durch einzelne neugezeichnete Elemente ergänzt werden , da sie noch die Originalbemaßung enthält. Dabei erleichtert die Orientierung der Hauptachsen in einem festen, aber frei definierbaren Zeichengitter das Zeichnen neuer Teile in der passenden Perspektive. Da man sich bei der Metrohm AG auf wenige Hauptperspektiven beschränkt, ist eine beliebige Kombination einzelner Bauteile zwischen verschiedenen Zeichnungen möglich.
Fertige Zeichnungen werden im EPS-Format exportiert und so in übliche Textverarbeitungssysteme (z.B. MS Word) eingebunden.

"Insgesamt bedeutet der Einsatz von IsoDraw 5 in Verbindung mit CADprocess eine große Arbeitserleichterung, was sich in aussagekräftigen Illustrationen niederschlägt und einen effektiveren Einsatz der Ressourcen bedeutet", so Dr. Pinkernell.
Grafik: Metrohm AG
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